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Forschungsexzellenz in Architektur

Forschungsexzellenz in Architektur

Forschungsexzellenz in Architektur:

wie bewerten?

 

Forschung in Architektur gewinnt neue Bedeutung: für die großen Herausforderungen einer klimaneutralen Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft erneuert sich Architektur in den Universitäten und in der Praxis. Architekturfakultäten in Deutschland entwickeln dafür neue Wege in der Forschung in Architektur, verknüpft mit Innovationsprozessen in zunehmend forschungsorientierten Büros. Um Forschung in Architektur in der Gesellschaft, im universitären Umfeld und für die Forschungsförderung neu zu platzieren, muss jedoch geklärt werden, wie innovative Forschung fachbezogen und evidenzbasiert bewertet werden kann. Welche Forschung in Architektur ist exzellent? Diese Frage stellt sich im Besonderen für die TU9 Architekturfacheinheiten, die im Exzellenzwettbewerb stehen.

Eine Arbeitsgruppe aus den TU9 Architekturfacheinheiten veröffentlicht dazu einen Forschungsbericht, der grundlegend Standards für die Bewertung von Forschung in Architektur diskutiert. Dafür werden wichtige Begriffe und Konzepte definiert, wie: problemorientierte Grundlagenforschung, Evaluation zur Strategiebildung und in der Forschungsförderung, Kriterien für Peer-Review, Aktivitätsindikatoren, erkenntnis- und praxisorientierte Forschung, architekturspezifische Forschungsoutputs, Qualifizierung der Publikationskultur, gesellschaftlicher Impakt. In einem weiteren Schritt fordert der Bericht Veränderungen in Programmen und Bewertungen der Forschungsförderung. Er soll auch als Statement in der Diskussion für eine Reform der Forschungsbewertung in Europa dienen, die die Europäische Kommission 2021 angestoßen hat.

Link:

doi.org/10.15488/11827

 Luce, M.; Pfarr-Harfst, M.; Reeh, J.; Schröder, J.; Tessmann, O.: Forschungsexzellenz in der Architektur : Standards zur Bewertung und Förderung der Forschung in den Architekturfachbereichen der Technischen Universitäten in Deutschland (TU9). Hannover : Institutionelles Repositorium der Leibniz Universität Hannover. DOI: doi.org/10.15488/11827.

Image by: Frank van der Hoeven, Stichting OpenAccess platforms (SOAP), 2022