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Hans-Günter Genenger ist am 10. März 2020 verstorben.

Hans-Günter Genenger ist am 10. März 2020 verstorben.

 

 

Mit Hans-Günter Genenger haben wir einen geschätzten Kollegen verloren, der in unserer Fakultät die digitalen Werkzeuge zur Blüte gebracht hat.

Bereits in seinem Studium in Stuttgart, Aachen und Berkley war er an einem umfassenden Einsatz digitaler Methoden in Planung und Ausführung interessiert. Dieses Thema begleitete ihn in seiner Praxis bei der Flughafenplanung u.a. in Tripolis, während eines Lehrauftrags bei Horst Rittel an der Universität Stuttgart und als Gesellschafter eines Bausoftwarehauses in Stuttgart.

1996 wurde er an den Fachbereich Architektur berufen und baute das Institut AIDA (Architkturinformatik und Darstellung) - jetzt in das Institut für Gestaltung und Darstellung integriert - auf und aus. Sein großer Verdienst war es, mit Blick für das Ganze nicht nur den Bereich CAD, sondern auch die Ausschreibung, die Kostenplanung und das Projektmanagement zu pflegen und den Studierenden nahe zu bringen.

Stets beschäftigte ihn die Frage, wie digitale Methoden den Entwurf unterstützen können, woraus er das Fach „Digitale Entwurfsmethoden“ entwickelte. Digitales Modellieren förderte er sowohl in den eigenen Veranstaltungen als auch durch engagierte Mitarbeiter, die er sein Programm ergänzen ließ.

Unsere derzeitigen Studierenden haben unseren Kollegen nicht mehr kennengelernt, denn er ist 2014 in den Ruhestand getreten und der Kollege Mirco Becker ist sein Nachfolger am gleichen Institut.

Er war einer der Ersten an den deutschen Architekturfakultäten, der die digitalen Werkzeuge zur Blüte gebracht hat. Er hat unseren CIP-Pool aufgebaut. Trotz eigener Laptops sind diese studentischen Arbeitsplätze immer noch ein wichtiges Lehrwerkzeug, das gerade im Zuge der aktuellen Lage durch den Corona-Virus, die ein vermehrtes Arbeiten am Computer erfordert, vermisst werden wird.

 

Ob als Hochschullehrer, Kollege, Institutsleiter, Dekan oder Datenschutzbeauftragter, immer stellte er sich in den Dienst der Sache. Kompetent, liebenswürdig und zugewandt, fast ein wenig zu bescheiden, war er ein von allen geschätzter Kollege.

Er starb am 10. März 2020 nach kurzer Krankheit.

Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.

 

Auszug aus dem Professorium 2006 der Leibniz Universität Hannover